Fast alle Hürden lassen sich überwinden
Hier erzähle ich die Geschichte über meine zwei Krebserkrankungen
- und wie es mir immer wieder gelingt, Kraft zu schöpfen
von Udo Foerster


1978 begann der Weg...
Privatresilienz. So lautet der Titel meines persönlichen Blogs. Ein bisschen schwingen die Begriffe „Privataudienz“ oder „Privatinsolvenz“ in der ersten Wahrnehmungmit. Eine Privataudienz – bei einem aufgeschlossenen Papst – mag eine wirklich feine Sache sein. Das andere weniger…
Ich bin Udo Foerster, 62 Jahre alt, und lebe in Nieder-Olm bei Mainz. Bei mir geht es um die Entwicklung meiner persönlichen Resilienz seitdem ich 14 Jahre alt bin und erstmals an Krebs erkrankte. 1978 habe ich mich erstmals bereits mit dem Thema beschäftigt – da kannte ich das Wort noch nicht. Ehrlicherweise habe ich es erst vor ein paar Jahren zum ersten Mal gehört, da war ich bereits mit meiner zweiten Krebserkrankung in Behandlung.
Der Begriff Resilienz (engl. resilience) stammt vom lateinischen Verb resilire / resilio („zurückspringen“, „abprallen“). Als wissenschaftlicher Terminus taucht er jedoch erst Jahrhunderte später auf – und zwar stufenweise in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Der US-Psychologe Jack Block nahm 1996 für sich in Anspruch, ihn 1950 in den wissenschaftlichen Diskurs seiner Disziplin eingeführt zu haben. In der Ökologie definierte Crawford S. Holling 1973 Resilienz als Maß dafür, wie viel Störung ein System absorbieren kann, ohne seine grundlegenden Beziehungen zu verlieren.
Meine erste Krebserkrankung beziehungsweise deren Behandlung verlief von 1978 bis 1981, damit wäre es dann auch gut gewesen.
Seit 2017 lebe ich mit Darmkrebs und kämpfe jeden Tag gegen die Erkrankung und die Nebenwirkungen der Therapie. „Es ist ein Wunder, dass sie noch leben“, sagte schon mancher Mediziner zu mir. Ja, ich lebe noch. Und darüber freue ich mich. Denn für mich ist jeder Tag auf seine Art schön. Ich liebe das Leben, denn inzwischen habe ich auch verstanden, die Grundlagen „meiner Privatresilienz“ ganz gezielt zu meiner eigenen Motivation einzusetzen. ich wachse dadurch nicht, bleibe handlungsfähig. Auch wenn mir Erkrankung und Therapie Opfer abverlangen. Indem ich hier über meine Erfahrungen schreibe, möchte ich Betroffenen Mut machen.
Das Tagebuch



Die Kraft der kleinen Momente
Wie wir in den Alltag zurückfinden und neue Wege gehen.
Heilung beginnt im Herzen
Ein Einblick in die spirituelle Seite der Resilienz.
Stärke in der Gemeinschaft
Wie wir durch die Erfahrungen anderer stärker werden.
Eure Geschichte teilen
Teile deine persönlichen Erfahrungen mit uns. Gemeinsam schaffen wir ein Ort der Resilienz und gegenseitigen Unterstützung für alle, die auf dem Weg sind.